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Düsseldorf/München/Manchester, 08. Februar 2007 – In der diesjährigen „Deloitte Football Money League“ von Deloitte stellen die englischen Clubs acht Vertreter. Auf den weiteren Plätzen rangieren vier Clubs der italienischen „Serie A“, drei Clubs der deutschen Bundesliga – FC Bayern München, FC Schalke 04 und Hamburger SV –, zwei Vereine der spanischen „Primera Liga“ sowie jeweils ein Club der französischen, portugiesischen und der schottischen Liga. Die 20 umsatzstärksten Clubs der Saison 05/06 erwirtschafteten nach Recherchen der Sport Business Gruppe von Deloitte einen Gesamtumsatz von fast 3,35 Milliarden Euro. Die aktuellen Top-20-Clubs steigerten damit ihre Erlöse um durchschnittlich 9,8 % gegenüber der Vorsaison.
„Die Einnahmen eines Proficlubs dürfen nicht allein zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage eines Vereins herangezogen werden, denn die Kostenseite und damit die Fähigkeit, ein positives Ergebnis zu erzielen, sind nicht zu vernachlässigen“, erläutert Stefan Ludwig, Verantwortlicher der Sport Business Gruppe bei Deloitte. „Dennoch stellen die Umsätze einen Indikator für das wirtschaftliche Potenzial des Vereins dar, das im Optimalfall durch ein konsequentes Kostenmanagement begleitet wird.“
Angeführt wird die Tabelle von Real Madrid. Mit 292,2 Millionen Euro verfehlte Real die Schallmauer von 300 Millionen Euro nur knapp und konnte den Vorsprung auf die Konkurrenz weiter ausbauen. Vizemeister wurde dank eines fast 25-prozentigen Umsatzwachstums der UEFA-Champions-League-Gewinner und spanische Meister F.C. Barcelona mit Gesamterlösen von 259,1 Millionen Euro. Sowohl Barcelona als auch Madrid planen in der laufenden Saison mit Einnahmen von jenseits der 300-Millionen-Euro-Grenze.
Auf dem dritten Platz liegt Juventus Turin mit einem Umsatz von 251,2 Millionen Euro, wobei Juventus nach dem Zwangsabstieg für die Saison 06/07 wirtschaftliche Einbußen in Kauf wird nehmen müssen. Damit ist zum ersten Mal seit Erhebung der Studie in der Saison 96/97 Manchester United von den drei ersten Plätzen (Rang 4; 242,6 Millionen Euro) verdrängt worden. Aufgrund der Fertigstellung der Stadionbaumaßnahmen sowie des neuen Vertrags über die Übertragungsrechte in England spricht jedoch viel für ein zukünftiges Comeback des Vereins unter die ersten Drei.
Bayern vor Schalke und HSV
Mit dem erstmaligen Sprung über die 200-Millionen-Euro-Umsatzmarke (204,7 Millionen Euro) festigt der FC Bayern München seine Position in den Top 10 (Rang 8). Wesentlichen Anteil an dem Umsatzwachstum hatte die Nutzung der neuen Allianz Arena, die den Zuschauerschnitt von 53.000 auf mehr als 67.000 steigen ließ.
Der FC Schalke 04 verteidigte dank eines 25-prozentigen Umsatzwachstums auf 122,9 Millionen Euro seinen 14. Rang. Mitbegründet wurde der Erlösanstieg durch die Teilnahme an der Champions-League-Vorrunde sowie das Erreichen des UEFA-Cup-Halbfinales und die daraus resultierenden Mehreinnahmen aus Übertragungsrechten und Zuschauereinnahmen.
Erstmals seit der Saison 00/01 schaffte der Hamburger SV mit einem Umsatzwachstum von etwa 36 % auf 101,8 Millionen Euro wieder den Sprung unter die Top 20. Dies ist ähnlich wie beim FC Schalke 04 insbesondere auf die Teilnahme an der Champions League in der Saison 05/06 zurückzuführen.
„Mit drei Clubs unter den Top 20 und weiteren vier Vereinen mit Einnahmen zwischen 60 und 85 Millionen Euro bestätigt die Bundesliga ihre positive wirtschaftliche Entwicklung“, betont Stefan Ludwig.
Die „Deloitte Football Money League“ 05/06 (in Euro)
Position (letztes Jahr) | Verein | Einnahmen (in Mio. €) |
1 (1) | Real Madrid | 292,2 |
2 (6) | F.C. Barcelona | 259,1 |
3 (4) | Juventus Turin | 251,2 |
4 (2) | Manchester United | 242,6 |
5 (3) | AC Mailand | 238,7 |
6 (5) | Chelsea London | 221,0 |
7 (9) | Inter Mailand | 206,6 |
8 (7) | Bayern München | 204,7 |
9 (10) | Arsenal London | 192,4 |
10 (8) | F.C. Liverpool | 176,0 |
11 (15) | Olympique Lyon | 127,7 |
12 (11) | AS Rom | 127,0 |
13 (12) | Newcastle United | 124,3 |
14 (14) | Schalke 04 | 122,9 |
15 (13) | Tottenham Hotspur | 107,2 |
16 (neu) | Hamburger SV | 101,8 |
17 (17) | Manchester City | 89,4 |
18 (neu) | Glasgow Rangers | 88,5 |
19 (neu) | West Ham United | 86,9 |
20 (neu) | Benefica Lissabon | 85,1 |
Quelle: Deloitte Football Money League 2007
Ergänzende Erläuterungen zu den Ergebnissen
Seit der Saison 03/04 hat sich die Zusammensetzung der Top 10 der „Deloitte Football Money League“ nicht mehr verändert es gab lediglich Verschiebungen. Hingegen ist der Abstand der Top 10 auf den nachfolgenden Rang 11 im Vergleich zur Vorsaison von etwa 40 auf knapp 50 Millionen Euro angewachsen.
Aktuell belaufen sich die Gesamteinnahmen der Top-20-Clubs auf 3,35 Milliarden Euro. In der ersten Ausgabe der „Deloitte Football Money League“ in der Saison 96/97 lagen sie noch bei insgesamt 1,2 Milliarden Euro. Damit dürften sich die Umsätze schon in der laufenden Saison 06/07 verdreifacht haben.
„Nachdem im Vorjahr 100 Millionen Euro noch zu Rang 13 ausreichten, landete Hamburg mit 101,6 Millionen Euro nunmehr lediglich noch auf Platz 16. Spätestens in der Saison 07/08 dürften all Top-20-Clubs einen Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro haben“, fasst Stephan Ludwig die Entwicklungen in diesem Marktsegment zusammen.
Die vollständigen Ergebnisse der „Deloitte Football Money League“ sind unter www.deloitte.co.uk/sportsbusinessgroup verfügbar.
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Details zur „Deloitte Football Money League”
Die „Deloitte Football Money League” Ausgabe Februar 2007 basiert auf Umsatzinformationen im Geschäftsjahr 2005/06 (oder in einzelnen Fällen im zuletzt verfügbaren Kalenderjahr) und sind den veröffentlichten Jahresbilanzen und weiteren verlässlichen Quellen entnommen. Sofern nicht ausdrücklich erwähnt, handelt es sich um Angaben ohne Steuern und Einnahmen aus Spielertransfers. Zur Vereinfachung und zu Vergleichszwecken wurden auch signifikante Einnahmen aus Nichtfußballaktivitäten oder Finanztransaktionen, sofern bekannt, ausgeschlossen. Zum Zweck dieses Berichts wurde keine Überprüfung der Informationen aus den Jahresabschlussberichten durchgeführt.
Die Umrechnung in Euro basiert auf dem Wechselkurs vom 30. Juni 2006 (£ 1 = € 1,4464). Vergleichbare Zahlen für die Vorjahre wurden zum Wechselkurs vom 30. Juni des relevanten Jahres berechnet.
Später im Jahr veröffentlicht Deloitte den „Annual Review of Football Finance“, eine detaillierte Analyse der europäischen Fußballfinanzen.
Die Sport Business Gruppe von Deloitte fokussiert sich auf den nationalen und internationalen Sport. Das Team bietet einen multidisziplinären Ansatz, der auf die professionellen Bedürfnisse im kommerziellen Sportgeschäft ausgerichtet ist. In den vergangenen fünfzehn Jahren hat Deloitte mit mehr Vereinen, Ligen, Verbänden, Sportstättenentwicklern, Veranstaltern und deren Partnern aus der Wirtschaft zusammengearbeitet als jedes andere Beratungsunternehmen. Dabei decken die Dienstleistungen das komplette Spektrum des Beratungsfeldes ab: Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Transaktionsberatung, Due Diligence, Benchmarking, strategische Business Reviews, Reorganisation, Umsatzanalysen, Stadionplanung und -entwicklung, Unternehmensplanung, Markt- und Bedarfsanalysen.
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