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München/Düsseldorf, 16. Januar 2007 – Ein harter Wettbewerb sowie die Tatsache, dass traditionelle Wachstumsmodelle und die Eröffnung weiterer Geschäfte die Profite nicht mehr erhöhen, verlangt von Einzelhandelsunternehmen weltweit neue Wachstumsstrategien. In der Deloitte-Studie „Global Powers of Retailing 2007“ werden die Herausforderungen sowie globale Trends analysiert und bewertet. Auch rückte im Ranking der 250 größten Einzelhandelsunternehmen erstmals die deutsche Schwarz-Gruppe in die Top Ten auf.
„Insgesamt wurden im letzten Geschäftsjahr weltweit für über 3,01 Billionen Dollar bei den 250 führenden Einzelhändlern konsumiert“, sagt Jochen Kuhnert, Partner Retail bei Deloitte. „Der nach wie vor größte Anbieter ist dabei der US-Konzern Wal-Mart. Insgesamt sind unter den Top Ten mit Carrefour, Metro, Tesco und Schwartz vier europäische Unternehmen platziert, darunter erstmals zwei deutsche Konzerne.“
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Unternehmen
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Herkunftsland
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Ranking 2005 (Fiskaljahr 05/06)
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Ranking 2000
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Ranking 1996
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Wal-Mart
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USA
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1
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1
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1
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Carrefour
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Frankreich
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2
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2
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8
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Home Depot
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USA
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3
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4
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24
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Metro
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Deutschland
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4
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5
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4
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Tesco
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Großbritannien
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5
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13
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18
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Kroger
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USA
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6
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3
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13
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Target
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USA
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7
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10
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12
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Costco
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USA
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8
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14
|
23
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Sears Holding
(vor 2005 Kmart)
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USA
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9
|
7
|
7
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Schwarz
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Deutschland
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10
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29
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33
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Quellen: veröffentlichte Unternehmensdaten und Planet Retail
Rückgang der Verkaufszahlen in Europa
Das Finanzjahr 2006 war für die meisten Einzelhandelsunternehmen erfolgreich. Dennoch mussten 20 Prozent der Top-250-Unternehmen, fast die Hälfte davon in Europa, einen Rückgang der Verkaufszahlen hinnehmen. Dieser war insbesondere bedingt durch Restrukturierungsmaßnahmen wie beispielsweise bei Ahold, Littlewood und KarstadtQuelle. Das prozentuale Umsatzwachstum europäischer Unternehmen lag somit unter dem weltweiten Durchschnitt von 8,6 Prozent. Im Vergleich dazu erzielten lateinamerikanische Unternehmen eine Wachstumsrate von 20,3 Prozent. In Europa war Großbritannien in puncto Profitabilität mit 5,5 Prozent Nettomarge führend. Deutschland bildete hier mit nur zwei Prozent traditionell das Schlusslicht. Weltweit betrug die durchschnittliche Nettomarge 3,5 Prozent.
Unterschiede innerhalb der Produktsektoren
Nach Verkaufsvolumen sind die Anbieter schnell drehender Konsumgüter (Wal-Mart, Metro etc.) der größte Sektor, doch die Performance dieser 133 Unternehmen ist vergleichsweise unterdurchschnittlich. Nahrungsmittelanbieter (Supermärkte, Cash & Carry, Discounter etc.) nehmen weiter zu und stellen mit 135 Unternehmen die größte Produktgruppe, vor allem die Spezialitätenläden tragen zu dieser Steigerung bei. Auffällig ist auch, dass bei den 50 am schnellsten wachsenden Unternehmen sich 36 nur auf ein Produktsegment wie Consumer Electronic, Pharma oder Mode konzentrieren.
Unternehmen müssen verstärkt Kapital einsetzen
In der Vergangenheit haben Ölpreise, Konsumverhalten oder Pandemien dazu geführt, dass Einzelhandelsunternehmen ihr Kapital ruhen ließen, anstatt zu investieren. Doch Kapitalumschlag und die Eigenkapitalrendite sind gesunken. Die Unternehmen müssen zur Steigerung des Shareholder Value nun zunehmend ihr Kapital einsetzen beispielsweise für M&A-Aktivitäten, weitere Konsolidierungen und eine Schuldenreduzierung.
Erschwerter Zugang zu Importen für europäische Unternehmen
Vom freien Welthandel haben die Einzelhandelsunternehmen in den letzten 15 Jahren deutlich profitiert: Sie importierten günstige Waren aus China, Mexiko, Brasilien, Indien und Vietnam. Politische und ökonomische Entwicklungen könnten aber künftig die Kosten für diese Importe in die Höhe treiben. Insbesondere Einzelhändler in den USA, Japan und Europa müssten dann langfristig auf heimische, teurere Produkte zurückgreifen.
Künftiger Altersmix nachteilig für die Industrieländer
Der Altersmix der letzten zehn Jahre war für die Unternehmen des Einzelhandels äußerst günstig. Doch wird die immer größer werdende Gruppe im Alter zwischen 50 und 70 zukünftig weniger Geld für Waren ausgeben, dafür umso mehr für Services. Die Tatsache, dass die Gruppe der 20- bis 35-Jährigen schrumpft, wird den Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten bei der Rekrutierung bereiten. Gleichzeitig wird der Bevölkerungsrückgang bei den 35- bis 50-Jährigen dazu führen, dass es schwerer wird, das mittlere und höhere Management im Unternehmen zu halten. „Mit diesen Problemen werden die Entwicklungsländer jedoch nicht zu kämpfen haben“, so Jochen Kuhnert. „Ihre Marktwirtschaften werden dynamischer und risikofreudiger sein und sehr viel schneller wachsen als die der Industrienationen.“
Die vollständige Studie finden Sie hier zum Download.
Ende
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