Kontakt: Isabel Milojevic Deloitte Pressereferentin Tel +49 89 29036-8825
Kontakt: Benjamin Ploppa Deloitte Manager Hospitality Tel +49 89 29036-8623
München, 23. Oktober 2006 – Der Hotelmarkt in Deutschland geht nach der Fußball-WM in die Verlängerung. Nach einem eher mäßigen RevPAR-Wachstum (Erlös pro Zimmer) von gerade einmal 1,5% im Jahr 2005 wird 2006 ein positives Jahr für die Hotelbranche in Deutschland. Die WM hat dazu beigetragen, Deutschland als Gastgeberland zu etablieren und das Selbstbewusstsein der Hoteliers zu heben. Dies schlägt sich nieder im deutlichen Anstieg der vergleichsweise niedrigen Zimmerraten in Deutschland. Die Hotel Benchmark-Analyse von Deloitte untersucht die wirtschaftlichen Ergebnisse der Hotelbranche bis einschließlich September 2006 und blickt auf die zukünftige Entwicklung.
Von den 21 erfassten deutschen Städten der Hotel Benchmark-Analyse von Deloitte meldeten alle bis auf Rostock ein positives RevPar-Wachstum. Bei sieben der Top-Ten lag das RevPAR-Wachstum über 20%, dabei schnitt Dortmund mit einem Zuwachs von knapp 29% gegenüber dem Vergleichszeitraum 2005 am besten ab. An zweiter Stelle liegt Dresden und die Bronzemedaille geht an Leipzig. Auch Berlin zählt trotz weiterhin wachsendem Angebot zu den Gewinnern.
Die folgende Tabelle zeigt, welche Hotelmärkte bis einschließlich September 2006 die besten Ergebnisse im Jahresvergleich erzielten.
Gewinner und Verlierer in Deutschland – Jahresvergleich September 06/05
|
|
Belegung (Prozent)
|
Durchschnitt. Zimmerpreis (€)
|
RevPAR (€)
|
|
|
YTD Sep. 2006
|
YTD Sep. 2005
|
Prozent Änderung
|
YTD Sep. 2006
|
YTD Sep. 2005
|
Prozent Änderung
|
YTD Sep. 2006
|
YTD Sep. 2005
|
Prozent Änderung
|
|
Deutschland gesamt
|
62,6
|
60,7
|
3,1
|
89,47
|
82,56
|
8,4
|
56,97
|
50,08
|
11,8
|
|
Dortmund
|
57,6
|
53,6
|
7,6
|
68,90
|
57,62
|
19,6
|
39,71
|
30,86
|
28,7
|
|
Dresden
|
75,2
|
65,0
|
15,6
|
81,70
|
75,49
|
8,2
|
61,40
|
49,07
|
25,1
|
|
Leipzig
|
62,4
|
56,1
|
11,2
|
60,68
|
54,13
|
12,1
|
37,89
|
30,38
|
24,7
|
|
Stuttgart
|
67,0
|
62,1
|
7,9
|
93,11
|
81,57
|
14,1
|
62,37
|
50,64
|
23,2
|
|
Essen
|
58,1
|
51,9
|
11,9
|
88,54
|
80,51
|
10,0
|
51,41
|
41,77
|
23,1
|
|
Berlin
|
66,8
|
62,3
|
7,1
|
99,30
|
86,97
|
14,2
|
66,28
|
54,18
|
22,3
|
|
Hamburg
|
74,3
|
70,1
|
6,0
|
102,62
|
90,48
|
13,4
|
76,27
|
63,45
|
20,2
|
|
Nürnberg
|
61,5
|
60,1
|
2,3
|
91,45
|
82,39
|
11,0
|
56,25
|
49,52
|
13,6
|
|
Köln
|
63,8
|
63,7
|
0,1
|
101,91
|
89,83
|
13,4
|
65,03
|
57,24
|
13,6
|
|
München
|
70,9
|
69,6
|
1,9
|
116,48
|
106,26
|
9,6
|
82,57
|
73,92
|
11,7
|
Quelle: Hotel Benchmark Survey von Deloitte (vorläufige Zahlen für September 2006)
Die Preishoheit liegt in Deutschland eindeutig bei den Hotels, nicht bei den Vertriebspartnern oder beim Gast, wie die aktuelle Entwicklung bestätigt. „Diejenigen Hotels, die seit jeher starke Partnerschaften eingegangen sind und mit Vertriebsnetzen arbeiten, halten zusätzlich ihre Qualitäts- und Preisstandards hoch“, erläutert Benjamin Ploppa, Manager Hospitality bei Deloitte. „Die in Deutschland bestehenden Überkapazitäten lassen vor allem das Selbstbewusstsein und den Optimismus derer bröckeln, die beispielsweise Defizite hinsichtlich der Qualität und der Zielgruppenfokussierung aufweisen.“
Natürlich ist 2006 ein Ausnahmejahr. Eine nachhaltige positive Entwicklung ist unter anderem abhängig von der Wirtschaftslage und dem Inbound-Tourismus. Nachdem sich der Aufschwung erheblich verstärkt hat, sei die Ausgangslage für 2007 laut Ökonomen eigentlich günstig. Doch die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent, weitere Steuererhöhungen und der Abbau von Steuervergünstigungen belasten das Wachstum. Das Herbstgutachten der führenden sechs Wirtschaftsforschungsinstitute rechnet im kommenden Jahr mit einem Wachstum von 1,4 Prozent, nach 2,3 Prozent in 2006. Im Frühjahrsgutachten hatten die Ökonomen noch für 2006 ein Wachstum von 1,8 Prozent und für 2007 ein Wachstum von 1,2 Prozent vorhergesagt. Wahrscheinlich wird sich daher auch die positive Entwicklung des Hotelmarktes in Deutschland im Jahr 2007 wieder abschwächen.
„Wer aber zielgruppenfokussiert das Ohr am anspruchsvollen Gast hat, der hat die Chance, gerade im Anschluss an das WM-Jahr das Preis-Leistungs-Verhältnis der deutschen Hotellerie neu zu definieren“, betont Benjamin Ploppa.
Ende
Deloitte Deutschland
Deloitte ist eine der führenden Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland. Das breite Leistungsspektrum umfasst Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance-Beratung. Mit 3.400 Mitarbeitern in 17 Niederlassungen betreut Deloitte seit fast 100 Jahren Unternehmen und Institutionen jeder Rechtsform und Größe aus allen Wirtschaftszweigen. Über den Verbund Deloitte Touche Tohmatsu ist Deloitte mit 135.000 Mitarbeitern in nahezu 140 Ländern auf der ganzen Welt vertreten.
Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu, einen Verein schweizerischen Rechts, dessen Mitgliedsunternehmen einschließlich der mit diesen verbundenen Gesellschaften. Als Verein schweizerischen Rechts haften weder Deloitte Touche Tohmatsu als Verein noch dessen Mitgliedsunternehmen für das Handeln oder Unterlassen des/der jeweils anderen. Jedes Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig, auch wenn es unter dem Namen „Deloitte“, „Deloitte & Touche“, „Deloitte Touche Tohmatsu“ oder einem damit verbundenen Namen auftritt. Leistungen werden jeweils durch die einzelnen Mitgliedsunternehmen, nicht jedoch durch den Verein Deloitte Touche Tohmatsu erbracht. Copyright © 2006 Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.
|