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Trotz weniger Geld: Weihnachtsausgaben der Schweizer bleiben relativ stabil
Studie zu Auswirkungen der Finanzkrise auf das Weihnachtsgeschäft
Veröffentlicht: 17/11/08
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Weniger Geld zur Verfügung zu haben als im Vorjahr, dieser Meinung sind 53 von 100 Schweizerinnen und Schweizer. Während in Europa zu Weihnachten mit einem starken Rückgang der Ausgaben zu Weihnachten gerechnet wird, sollen die Konsumausgaben der Schweizer relativ im Durchschnitt nur 12.5 Prozent sinken. Die Mehrheit der Schweizer geben an, dass die Finanzkrise keinen wesentlichen Einfluss auf ihre weihnächtlichen Konsumausgaben haben wird. Allerdings wird für 2009 mit einer Verschlechterung der Konjunktur gerechnet, was sich in den Ausgaben niederschlagen dürfte. Dies sind die Resultate der repräsentativen Weihnachtsumfrage von Deloitte.

“Das Vertrauen der Schweizer Konsumenten ist in diesem Jahr durch die aktuelle wirtschaftliche Unsicherheit getrübt. Die Finanzmarktkrise sowie die gestiegenen Lebensmittel- und Energiepreise haben dazu geführt, dass die Konsumenten momentan ihre Ausgaben generell zurückhalten. Allerdings betrifft dies das Weihnachtsgeschäft nicht signifikant. Hier ist für einen Grossteil der Bevölkerung keine markante Änderung im Konsumverhalten zu erwarten“, sagt Howard da Silva, Head Consumer Business und Co-Autor der Studie „Schweizer Detailhandel 2008 – Auswirkungen der Finanzkrise auf das Konsumverhalten rund um Weihnachten“. Insgesamt wurden 18’179 Konsumenten, davon 940 in der Schweiz, für die Studie befragt.

Auf 73% der Schweizer ist Finanzkrise ohne Einfluss 
Schweizerinnen und Schweizer schätzen ihre persönliche Ausgabensituation besser ein als der durchschnittliche europäische Konsument. Die Mehrheit der befragten Schweizer (73 Prozent) gibt an, dass die aktuelle Finanzkrise keinen wesentlichen Einfluss auf ihr Ausgabeverhalten haben wird. 38% der Europäer wollen ihre Ausgaben für die Weihnachtsgeschenke einschränken, wobei dieser Trend in Osteuropa ausgeprägter ist als in Westeuropa. Nach Ansicht von 70 Prozent der Befragten befindet sich die Schweizer Wirtschaft aktuell in einer Rezession. Diese pessimistische Einschätzung der Wirtschaftslage ist europaweit vorzufinden. Sieben von zehn Schweizern erwarten eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage im Jahr 2009. „Diese negative Einschätzung der Konsumenten steht wahrscheinlich in engem Zusammenhang mit der aktuellen Finanzkrise und der allgemeinen Verunsicherung“, sagt Howard da Silva. Im Vergleich mit den meisten europäischen Ländern beurteilen die Schweizer ihre persönliche finanzielle Situation durchwegs positiver.

Unsere Europäischen Nachbarn in Italien und Deutschland empfinden ihre Arbeitsplätze als deutlich weniger sicher als die Schweizer, die sich im Durchschnitt zu 60 Prozent ihrer Arbeitsstelle sicher sind. Die Arbeitsplatzsicherheit variiert jedoch stark in Abhängigkeit des durchschnittlichen Haushalteinkommens und fällt in den unteren Einkommensklassen auf 40 Prozent.

Mittlere und tiefere Einkommen sparen
Wie bereits 2007 stellte die Mehrzahl der befragten Personen in der Schweiz eine Abnahme ihrer Kaufkraft fest. Im Durchschnitt haben 53 Prozent der Befragten das Gefühl, 2008 weniger Geld zur Verfügung zu haben als im Vorjahr. Der Preisanstieg bei Lebensmitteln sowie die gestiegenen Energiepreise waren 2008 spürbar. Daher überrascht es gemäss Howard da Silva nicht, dass mehr als die Hälfte der befragten Schweizer (58 Prozent) angaben, die steigenden Lebensmittelpreise werden ihre Weihnachtsausgaben beeinflussen. Insbesondere die niedrigeren Einkommensklassen beabsichtigen zur Weihnachtszeit die Ausgaben für Geschenke und Lebensmittel einzuschränken, was auf die Umsätze von Markenartikeln und Luxusprodukten negative Auswirkungen haben dürfte.

Bücher und Elektronikartikel beliebteste Geschenke
Bücher sind auch dieses Jahr der beliebteste Weihnachtswunsch und das häufigste Geschenk in der Schweiz. Positiv auf den Bücherumsatz über die Festtage könnte sich der Wegfall der Buchpreisbindung auswirken. Obwohl sich 39 Prozent der Befragten Bargeld zu Weihnachten wünschen, planen nur etwa 17 Prozent der Schweizer am diesjährigen Weihnachtsfest Geldgeschenke zu machen. Bei Kindern und Jugendlichen am höchsten im Kurs sind Elektronikartikel.

Schweizer kaufen ethischer ein als das übrige Europa 
Ethische und umweltpolitische Faktoren beeinflussen die Konsumentscheidungen der Schweizer signifikant. 2008 waren 62 Prozent (Vorjahr 69 Prozent) der befragten Personen bereit, mehr für ein Produkt zu zahlen, welches unter sozialen, ethischen und ökologisch unbedenklichen Bedingungen produziert wurde. Der Prozentsatz der Konsumenten, welche auf die Herstellungsmethoden eines Produktes achtet (z. B. ökologisch nachhaltig oder ohne Kinderarbeit hergestellt), ist mit 51 Prozent höher als im Vorjahr (49 Prozent).  Gut ein Viertel der befragten Schweizer gibt an, nicht auf die Herkunft eines Produktes zu achten. Für 27 Prozent der Schweizer ist der Preis eines Produktes allein für den Kauf verantwortlich. Damit liegen die Schweizerinnen und Schweizer deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 37 Prozent.

15% kaufen Geschenke im Internet ein
Jeder Fünfte beabsichtigt, einen Teil seiner Geschenke über das Internet zu bestellen. Damit stellt das World Wide Web zwar nur eine untergeordnete Rolle im traditionellen Weihnachtsgeschäft dar, wächst aber rasant. Im Durchschnitt wird das Internet von rund 70 Prozent der Schweizer Konsumenten für den Weihnachtseinkauf in irgendeiner Art verwendet. Die befragten Personen nutzen das Internet vor allem für die Recherche und den Vergleich von Produkten, Preisen und Geschäften, während der tatsächliche Einkauf nur von jedem fünften Schweizer über das Internet getätigt wird. Für ihre Recherche nutzen die Schweizer vorwiegend Preisvergleichsseiten und informieren sich auf den Internetseiten der grossen Supermärkte und Warenhäuser.

 

Anmerkung für die Redaktion
In dieser Pressemitteilung bezieht sich die Bezeichnung Deloitte auf Deloitte AG, eine Tochtergesellschaft von Deloitte & Touche LLP, einem führenden Beratungsunternehmen mit über 11'000 bestausgewiesenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Grossbritannien und der Schweiz, das Leistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance Services bietet. Das Unternehmen, das dank seinen innovativen HR-Programmen als erklärter Wunscharbeitgeber gilt, setzt sich dafür ein, dass seine Kunden und Mitarbeitenden Erfolg haben. Deloitte & Touche LLP ist ein Mitgliedsunternehmen von Deloitte Touche Tohmatsu ('DTT'), einem Verein nach schweizerischem Recht, dessen Mitgliedsunternehmen rechtlich selbstständig und unabhängig sind. Weder DTT noch eines seiner Mitgliedsunternehmen haften für Handlungen oder Unterlassungen des oder der jeweils anderen. Die Leistungen werden durch die einzelnen Mitgliedsunternehmen oder deren Tochtergesellschaften erbracht und nicht durch DTT. Deloitte AG ist von der Eidgenössischen Bankenkommission als anerkannter Wirtschaftsprüfer für Banken gemäss dem Schweizer Bankengesetz zugelassen. Deloitte & Touche LLP ist von der Financial Services Authority (FSA) – der britischen Aufsichtsbehörde für Finanzdienstleistungen – zugelassen und unterliegt deren Kontrolle. Die in dieser Pressemitteilung enthaltenen Informationen entsprechen zum Zeitpunkt des Drucks dem aktuellen Stand.

Anhänge
Studie zu Auswirkungen der Finanzkrise auf das Weihnachtsgeschäft (1245 KB)

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Letzte Aktualisierung: 17 November 2008
Quelle: Deloitte AG - Schweiz (Deutsch)

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