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Laut der neusten Ausgabe des Annual Review of Football Finance der Beratungsgesellschaft Deloitte erwirtschafteten die europäischen „Big-Five“-Ligen in Deutschland, England, Frankreich, Italien und Spanien erstmalig Gesamteinnahmen von über sieben Milliarden Euro. Der gesamte Umsatz aller europäischen Profiligen und Fussballverbänden stieg in der Saison 2006/07 um eine Milliarde Euro auf 13,6 Mrd. Euro.
„Der Umsatz der „Big-Five“-Ligen stieg in der Saison 2006/07 um 0,4 Mrd. Euro (6%) auf erstmalig über sieben Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anteil von 52% an den Gesamteinnahmen des europäischen Fussballmarktes“, so Dan Jones, Partner der Sports Business Gruppe von Deloitte in Manchester.
Erstmalig seit der Spielzeit 2001/02 vermeldete die Premier League die höchsten Umsätze in jeder der drei Einnahmequellen – Spieltag, TV und sonstigen Einnahmen – und erwirtschaftete damit einen Rekordumsatz von 2,3 Mrd. Euro in der Saison 2006/07. Die Gesamteinnahmen der Premier League waren damit um 0,9 Mrd. Euro höher als die ihres nächsten Verfolgers, der deutschen Bundesliga mit 1,4 Mrd. Euro.
Die deutsche Bundesliga und die spanische Primera Division konnten das höchste prozentuale Umsatzwachstum mit jeweils 15 Prozent erreichen, was ihnen dazu verhalf, die italienische Serie A in der Saison 2006/07 zu überholen. Mit der Rückkehr von Juventus Turin in die Serie A zur Saison 2007/08 darf im nächsten Jahr ein enger Dreikampf um den zweiten Platz hinter der englischen Premier League erwartet werden, die mit fast einer Milliarde Euro Vorsprung in den nächsten Jahren nicht einzuholen ist.
Das Verhältnis von Gehaltskosten zu den Einnahmen ist ein wesentlicher wirtschaftlicher Indikator für die Clubs. In vier der europäischen „Big Five“-Ligen bewegte sich 2006/07 dieses Verhältnis in der relativ engen Spanne zwischen 62 Prozent und 64 Prozent; mit Ausnahme der deutschen Bundesliga, die ein weitaus niedrigeres Verhältnis von 45 Prozent aufweist.
Jones weiter: „Dank dieses viel niedrigeren Verhältnisses von Gehaltskosten zu Umsatz im Vergleich zu den anderen „Big-Five“-Ligen löste die Bundesliga in punkto Betriebsgewinn, erstmalig seit Beginn der Analyse, die englische Premier League von ihrer Spitzenposition ab. Die Verbesserung der Profitabilität der Bundesligaclubs ging bisher jedoch nicht mit den Leistungen „auf dem Rasen“ einher, im Gegensatz zum sportlichen Erfolg der englischen Clubs. Es ist keine leichte Aufgabe, die Balance zwischen sportlichem und wirtschaftlichem Erfolg zu erzielen. Dies ist jedoch ein wesentlicher Faktor für die Attraktivität einer Liga bei Fans, TV-Sender, Sponsoren und Investoren.“
Mit Blick auf die nächste Transferperiode im Sommer und die nächste Saison, äussert sich Alex Byars, Senior Consultant der Sports Business Gruppe, wie folgt: „Nach den Rekordtransferausgaben im Sommer 2007 und Januar 2008 erwarten wir auch aufgrund der UEFA Euro 2008, die eine Bühne für die besten Talente im Fussball ist, hohe Investitionen in Spielertransfers in diesem Sommer. Die Clubs scheinen bereit zu sein, ihre Mehreinnahmen in die Verstärkung ihrer Kader zu investieren.“
„Der sportliche Erfolg kann zu grossen Schwankungen der Umsätze der Clubs führen. Wir ermutigen inständig alle Clubs in Europa, sich eine flexible und nachhaltige Kostenstruktur zu erhalten. Dies sollte unabhängig von der Grösse des Clubs geschehen, um sicher zu stellen, dass Vereine nur das ausgeben, wozu sie an Einnahmen erwirtschaften. Erfolgsabhängige Vergütungssysteme federn nicht nur die wirtschaftlichen Auswirkungen bei sportlichem Misserfolg ab, sondern können auch interessante Anreize für die Performance von Management und Spieler geben.“
Weitere Ergebnisse des Annual Review of Football Finance 2008:
- Die “Big-Five”-Ligen steuern in 2007 mit 7,1 Mrd. Euro 52% der Gesamteinnahmen von 13,6 Mrd. Euro des europäischen Fussballmarktes bei.
- Die englische Premier League generierte in der Saison 2006/07 mit 2,3 Mrd. Euro den höchsten Gesamtumsatz aller Fussballligen in der Welt. Die Gesamteinnahmen der Premier League waren um 0,9 Mrd. Euro höher als die ihres stärksten Herausforderers. Der Vorsprung wird sich in Zukunft auf über eine Milliarde ausweiten.
- Die deutsche Bundesliga und die spanische Primera Division konnten das höchste prozentuale Umsatzwachstum mit jeweils 15 Prozent erreichen, was ihnen dazu verhalf, die italienische Serie A in der Saison 2006/07 zu überholen. Die weiteren Umsätze der „Big-Five“-Ligen in 2006/07 waren Deutschland mit 1,4 Mrd. Euro, Spanien mit 1,3 Mrd. Euro, Italien mit 1,2 Mrd. Euro und Frankreich mit 1 Mrd. Euro.
- Bewegten sich in der Saison 1995/96 die Gesamteinnahmen (zwischen 450 Mio. – 500 Mio. Euro) und die durchschnittlichen Zuschauerzahlen (rund 30.000 pro Ligaspiel) in der Premier League und der Serie A noch auf ungefähr gleichem Niveau, stellt sich die Situation in der Saison 2006/07 anders dar. In dieser Saison generierte die Premier League 2,3 Mrd. Euro Gesamtumsatz. Die Serie A erwirtschaftete weniger als 1,2 Mrd. Euro Gesamteinnahmen, was etwa die Hälfte der Umsätze der höchsten Spielklasse Englands darstellt. Erstmalig seit Analysebeginn verdrängten sowohl die Bundesliga als auch die spanische Primera Division die italienische Serie A auf Platz 4. Der durchschnittliche Zuschauerschnitt der Serie A sank pro Spiel auf unter 20.000 in 2006/07. Dies ist der niedrigste Wert innerhalb der „Big-Five“-Ligen.
- Die Top 20 Clubs aus der Deloitte Football Money League 2008 stammen alle samt aus Europa und generierten in der Saison 2006/07 zusammen 3,7 Mrd. Euro Gesamteinnahmen und hatten einen Anteil von 25% am Gesamtumsatz des europäischen Fussballmarktes. Celtic Glasgow schaffte als einziger Club ausserhalb der „Big Five“ den Sprung in die Top 20.
- Die holländische erste Liga (Eredivisie) erwirtschaftete in 2006/07 398 Mio. Euro Gesamtumsatz und generierte den höchsten Umsatz ausserhalb der „Big-Five“-Ligen. Dies ist weniger als die zweite englische Liga, die First Division, die in 2006/07 489 Mio. Euro umsetzte.
- In der Saison 2006/07 war das erste Jahr des neuen TV-Vertrages der UEFA Champions League, was sich für die teilnehmenden Vereine in Auszahlungen von 0,6 Mrd. Euro widerspiegelte. 400 Mio. Euro gingen dabei an die Clubs der „Big-Five“-Ligen, welches einem Anteil von 70% entspricht.
Details zum Annual Review of Football Finance
Diese Pressemitteilung und die Highlights wurden dem Deloitte Annual Review of Football Finance, (Mai 2008) entnommen. Die den Stellungnahmen und Berechnungen zugrunde liegenden Fakten werden in der Studie erläutert.
Die Analyse der Finanzergebnisse und -positionen verschiedener europäischer Ligen basieren auf Einzel- oder Konzernabschlüssen sowie Informationen, die Deloitte von den nationalen Verbänden/Ligen zur Verfügung gestellt wurden. Sofern nicht ausdrücklich erwähnt, handelt es sich um Angaben ohne Steuern und Einnahmen aus Spielertransfers. In einigen wenigen Fällen wurden, um die Finanzdaten der Fussballclubs besser zu vergleichen, Anpassungen bei der Zuordnung der veröffentlichten Zahlen vorgenommen.
In Bezug auf Schätzungen und Planzahlen weichen die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund unvorsehbarer Ereignisse und Umstände – möglicherweise von den prognostizierten Zahlen ab. Diese Unterschiede können beträchtlich sein. Deloitte übernimmt daher keinerlei Gewähr, dass und inwieweit die tatsächlichen Ergebnisse mit den prognostizierten korrespondieren. Leser sollten auf Basis dieser Unterlagen, Informationen und Prognosen keine Handlungen ohne eine relevante professionelle Beratung unternehmen.
Für den Zweck einer grenzüberschreitenden Analyse wurden alle Finanzdaten mit dem Wechselkurs vom 30. Juni 2007 (£1 = €1,4856) in Euro umgerechnet.
Deloitte Sport Business Gruppe
Die Sport Business Gruppe von Deloitte fokussiert sich auf den nationalen und internationalen Sport. Das Team bietet einen multidisziplinären Ansatz, der auf die professionellen Bedürfnisse im kommerziellen Sportgeschäft ausgerichtet ist. In den vergangenen fünfzehn Jahren hat Deloitte mit mehr Vereinen, Ligen, Verbänden, Sportstättenentwicklern, Veranstaltern und deren Partnern aus der Wirtschaft zusammengearbeitet als jedes andere Beratungsunternehmen. Dabei decken die Dienstleistungen das komplette Spektrum des Beratungsfeldes ab: Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Lizenzierung, Transaktionsberatung, Due Diligence, Benchmarking, strategische Business Reviews, Reorganisation, Umsatzanalysen, Stadionplanung und -entwicklung, Unternehmensplanung, Markt- und Bedarfsanalysen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://www.deloitte.co.uk/sportsbusinessgroup
Anmerkung für die Redaktion
In dieser Pressemitteilung bezieht sich die Bezeichnung Deloitte auf Deloitte AG, eine Tochtergesellschaft von Deloitte & Touche LLP, einem führenden Beratungsunternehmen mit über 11'000 bestausgewiesenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Grossbritannien und der Schweiz, das Leistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance Services bietet. Das Unternehmen, das dank seinen innovativen HR-Programmen als erklärter Wunscharbeitgeber gilt, setzt sich dafür ein, dass seine Kunden und Mitarbeitenden Erfolg haben.
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