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Weihnachtseinkauf 2007: Schweizer geben weit über CHF 5 Milliarden aus
Veröffentlicht: 13/11/07
Kontakt: Konstantin von Radowitz
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Zürich, 13. November 2007 – Die heute von Deloitte publizierte Studie nimmt das weltweite Konsumverhalten rund um Weihnachten und Jahreswechsel unter die Lupe. Im Vergleich zu Europa zeigt sich in der Schweiz eine deutlich optimistischere Haltung zum Zustand und Ausblick der Wirtschaft, die sich in robustem Konsumverhalten niederschlägt. Innerhalb der Schweiz zeigen sich Unterschiede zwischen der deutsch-sprachigen Schweiz und der Romandie.

Weihnachten und der Jahreswechsel sind national und international ein Höhepunkt für Konsumenten und Detailhandel und reflektieren damit beispielhaft Konsumverhalten und Konsumentenvertrauen. Seit 1998 führt Deloitte die Studie in Europa und den USA durch, 2007 erstmals auch in der Schweiz.

Hohes Vertrauen in die Wirtschaft …
Gemeinsam ist Schweizern und Europäern, dass eine Mehrheit von über 80 Prozent Weihnachten und den Jahreswechsel am liebsten im Kreis der Familie verbringt.

Deutliche Unterschiede zeigen sich aber im Vertrauen der Konsumenten in die wirtschaft-liche Entwicklung. Während nämlich mehr als die Hälfte der befragten Europäer, mit Ausnahme insbesondere der Deutschen, eine Abschwächung im Jahr 2008 befürchtet, erachten 50 Prozent der Schweizer den Zustand ihrer Wirtschaft als stabil. Die Mehrheit der Europäer, aber nur ein Drittel der Schweizer, beklagt einen Kaufkraftverlust.

Beim Konjunkturoptimismus teilt der Röstigraben das Meinungsbild: 56 Prozent der Deutschschweizer glauben, dass die Schweizer Wirtschaft 2007 Boden gut gemacht hat gegen nur 41 Prozent in der Romandie.

Im Hinblick auf 2008 geben sich mit 37 Prozent weitaus mehr Schweizer optimistisch als die Europäer (23 Prozent). Wiederum ist das Vertrauen in der deutschsprachigen Schweiz markant höher als in der Romandie. Auch bei weiteren Parametern, sowohl subjektiver wie die Einschätzung zur Arbeitsplatzsicherheit oder Kaufkraft, als auch bei objektiven Indikatoren (Anzahl der Arbeitslosen) schneidet die Deutschschweiz besser ab als die Romandie.

… stärkt das Konsumverhalten in der Schweiz 
Entsprechend gut sind die Prognosen für das Weihnachtsshopping: Über CHF 2,6 Milliarden werden Herr und Frau Schweizer für Geschenke ausgeben, für Esswaren und Getränke kom-men nochmals 2 Milliarden hinzu und über 1 Milliarde werden für Ausgang und Festivitäten kalkuliert.

Im europäischen Vergleich gelten die Schweizer als wenig konsumfreudig. Dies ist jedoch nicht konjunkturell, sondern kulturell bedingt. Klar führend im europäischen Vergleich sind hier Länder wie Griechenland, Grossbritannien, Irland oder Spanien, wo traditionsgemäss zu Weihnachten proportional mehr ausgegeben wird. Entsprechend wird in diesen Ländern häufig während des Jahres für den Weihnachtseinkauf gespart, was in der Schweiz, besonders in der Romandie, nur selten der Fall ist.

Steigerungspotenzial 
Obwohl Preisnachlässe in der Schweiz und Europa einhellig als Hauptkriterium für eine weitere Steigerung des Konsums genannt werden, weiss der Detailhandel, dass er sich über den Preis immer weniger zu differenzieren vermag. Faktoren wie Innovation, Breite des Angebots, Produktionsbedingungen und Nachhaltigkeitsaspekte oder flexible Öffnungszeiten spielen eine immer wichtigere Rolle.

Digitaler Wunschzettel
Die traditionellen Geschenke wie Bücher, Musik, Parfüm oder Kosmetika erfreuen sich weiterhin grosser Beliebtheit. Ihnen erwächst aber mächtige Konkurrenz aus der High-tech-Welt. „Die Studie zeigt für die Schweiz eine deutliche Tendenz hin zu digitalen Produkten wie MP3-Player und Mobiltelefone. Auch Spielkonsolen belegen in den meisten europäischen Ländern und in der Romandie Spitzenplätze. Bargeschenke und Geschenkgutscheine belegen ebenfalls hohe Ränge, vor allem in der deutschsprachigen Schweiz.“ (Howard da Silva, Head Consumer Business Schweiz, Deloitte AG)

Auch der Einkauf verschiebt sich zunehmend in virtuelle Welten: Die Nutzung des Internets als Informationsquelle für den Weihnachtseinkauf hat sich bei drei Viertel der Schweizer Bevölkerung durchgesetzt, wobei das Niveau über dem europäischen Durchschnitt liegt und in der deutschsprachigen Schweiz höher ist als in der Romandie. Rund ein Drittel der Deutschschweizer vermeiden den Einkaufsrummel und kaufen auch gleich übers Internet ein, während bei den Romands nur jeder Fünfte im Cyberspace konsumiert.

Made in Switzerland
Ethische Kriterien bestimmen zunehmend, und in der Schweiz vis-à-vis Europa überdurchschnittlich, den Einkauf. Über zwei Drittel der Schweizer sind bereit für ein ethisches Produkt (Produktionsbedingungen, Nachhaltigkeit, Produktionsort, Inhaltsstoffe etc.) mehr Geld auszugeben. Wiederum ist dieser Prozentsatz in der deutschsprachigen Schweiz leicht höher als in der welschen Schweiz. Höchste Zeit also für den Handel, rasch sozialverträgliche oder Bio-Produkte in die Auslagen zu stellen.

„Die Konsumenten sind sehr sensibilisiert auf die Herkunft der Produkte sowie deren Herstellungsprozess und Inhaltsstoffe. Die in jüngster Vergangenheit nicht nur bei in China produziertem Spielzeug aufgetretenen Probleme haben dazu sicherlich ihren Beitrag geleistet. Detailhändler und Importeure sollten eigene Qualitätskontrollen klar und deutlich kennzeichnen und kommunizieren. Produkte ‚made in Europe’ oder gar der Schweiz dürften dieses Jahr vermehrt Aufmerksamkeit finden.“ (Konstantin von Radowitz, Partner Deloitte AG)

Notwendiges Übel?
Nur gerade 3 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer freuen sich auf den Weihnachts-einkauf. Damit liegen sie sogar noch unter dem tiefen europäischen Schnitt (4 Prozent). Beklagt werden insbesondere der Rummel in den Läden sowie die wenig innovativen Geschenkangebote. Überall gebe es die immergleichen Produkte.

Um Frustration zu vermeiden ist also der Detailhandel gefordert: innovative Geschenkideen, Erweiterung des Angebots und bessere Promotion der Produkte bereits im November. Weitere Differenzierungsmöglichkeiten für den Handel bestehen in geschultem Personal. Immerhin 37 Prozent der Schweizer befolgen die Empfehlungen des Verkaufspersonals. Je mehr High-tech und je älter die Kundschaft, desto bedeutender deren Kompetenz.

Weitere Informationen zum Einkaufsverhalten der Schweizerinnen und Schweizer finden Sie in der Studie von Deloitte Schweiz: „Weihnachtseinkauf 2007“.

Methodologie
Diese Deloitte Studie behandelt das Konsumentenverhalten über Weihnachten und Neujahr in 15 Ländern der EMEA Region. Ähnliche Studien wurden gleichzeitig in Skandinavien, England und den USA durchgeführt.

Das Länderspektrum wurde auch auf die Schweiz und die Tschechische Republik ausgedehnt. Alles in allem umfasst die Studie Aussagen von 32,000 Menschen wovon rund 17,000 auf dem Europäischen Kontinent leben. Der Anteil der Europäischen Teilnehmer hat sich im Vergleich zu 2006 verdoppelt (53%). Die Aussagen und Schlussfolgerungen basieren auf Konsumentendaten, die via Internet, Telefon und persönlichen Gesprächen anhand strukturierter Fragebogen gesammelt wurden. Die Studie wurde Anfang Oktober 2007 durchgeführt. Alle Teilnehmer waren 18 Jahre alt oder älter, hatten häufig schon Erfahrung im Beantworten von Studien und wurden nach ihren soziodemographischen und persönlichen Interessen sowie ihrem Konsumentenverhalten kategorisiert.

Anmerkung für die Redaktion
In dieser Pressemitteilung bezieht sich die Bezeichnung Deloitte auf Deloitte AG, eine Tochtergesellschaft von Deloitte & Touche LLP.

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Deloitte & Touche LLP ist ein Mitgliedsunternehmen von Deloitte Touche Tohmatsu ('DTT'), einem Verein nach schweizerischem Recht, dessen Mitgliedsunternehmen rechtlich selbstständig und unabhängig sind. Weder DTT noch eines seiner Mitgliedsunternehmen haften für Handlungen oder Unterlassungen des oder der jeweils anderen. Die Leistungen werden durch die einzelnen Mitgliedsunternehmen oder deren Tochtergesellschaften erbracht und nicht durch DTT.

Die in dieser Pressemitteilung enthaltenen Informationen entsprechen zum Zeitpunkt des Drucks dem aktuellen Stand.

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Letzte Aktualisierung: 07 Dezember 2007
Quelle: Deloitte AG - Schweiz (Deutsch)

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