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Steuerberatung-Transfer Pricing bei einem Technologie-Unternehmen

Zusammenfassung

Das von Deloitte beratene Technologieunternehmen ist ein weltweit führendes Unternehmen mit über 100.000 Beschäftigten. Die Profitabilität des Unternehmens ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, und auch für die Zukunft wird mit einer weiteren Steigerung gerechnet. Zurückzuführen ist dies zum einen auf eine erhöhte Nachfrage in den lokalen Märkten und zum anderen auf das verbesserte Technologie Know-How des Konzerns, welches die Realisierung einer zusätzlichen Prämie am Markt erlaubt.

Eigentümer der wettbewerbsentscheidenden Technologie sind sowohl die Konzernmutter als auch die lokalen Produktionseinheiten in den einzelnen Ländern. Den einzelnen Produktionseinheiten wird die Nutzung der für sie relevanten Patente und des Know-Hows der Konzernmutter durch Lizenzvereinbarungen ermöglicht. Da die gestiegene Profitabilität zu einem großen Teil auf die verbesserte Technologie zurückzuführen ist, entschied der Konzern, neue Lizenzraten festzulegen, um dem erhöhten Wert der Technologie Rechnung zu tragen. Die Service Line Transfer Pricing von Deloitte wurde von der Konzernzentrale damit beauftragt, für die unterschiedlichen verwendeten Technologien marktübliche Lizenzraten zu bestimmen. Die Ziele des Projektes lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • steuerliche Compliance Arbeit, d.h. Sicherstellung der Marktüblichkeit der Lizenzsätze, um dem „arm’s length principle“ zu entsprechen und das Steuerrisiko zu minimieren
  • Identifizierung von Optimierungsmöglichkeiten der Konzernsteuerquote
  • Projektfertigstellung innerhalb von 8 Monaten, um eine Berücksichtigung der neuen Lizenzsätze in dem anstehenden Budgetierungsprozess sicherzustellen.



Herausforderung

Das Technologieunternehmen X entwickelt, nutzt und produziert verschiedenste Technologien von Hardware über Software, bis Produktions-Know-How und Diagnose Tools. Die Technologien unterscheiden sich nicht nur in ihrer technischen Natur, auch die Gewinnmarge, die am Markt mit den Endprodukten erzielt wird, variiert von Bereich zu Bereich. Insgesamt wurden über 25 Technologiearten identifiziert für die jeweils eine weltweit einheitliche Bandbreite von marktüblichen Lizenzraten bestimmt werden sollte.



Ansatz

Da sowohl die Konzernmutter als auch die lokalen Produktionseinheiten jeweils Eigentumsrechte an den verwendeten Technologien besitzen, wurde entschieden, die Methodik des sogenannten Profit Splits für die Bestimmung der Lizenzraten anzuwenden. Die Profit Split Methode ermöglicht es, den Beitrag jeder Einheit am Gewinn zu bestimmen und daraus marktübliche Lizenzraten abzuleiten. In einem ersten Schritt wird hierzu jeder Einheit eine angemessene Grundvergütung, angepasst an die jeweiligen Funktionen und Risiken der Einheit, zugeteilt. Der verbleibende, übrige Gewinn wird anschließend auf die Einheiten aufgeteilt, die Anteile an der Technologie besitzen. Die Aufteilung richtet sich dabei proportional nach dem Wert der Technologie, welcher relativ zu den Entwicklungskosten bestimmt wird.

Zur Sicherstellung der weltweiten Akzeptanz unseres Vorgehens orientierten wir uns mit unserer Analyse an den OECD Transfer Pricing Guidelines und den entsprechenden Vorschriften in den US Regulations.

Darüber hinaus entschieden wir uns in Übereinstimmung mit dem Mandanten, die Profit Split Analyse mit einer Datenbanksuche nach vergleichbaren Lizenzverträgen sowohl für den Hardware- als auch für den Softwarebereich zu fundieren.



Lösung

Zur Sicherstellung einer konsistenten Analyse und um den engen Zeitrahmen einzuhalten, entwickelten wir einen einheitlichen Modellrahmen für alle Technologiearten. Dieses Modell wurde mit jeder Unternehmenssparte in persönlichen Meetings diskutiert, um sicherzustellen, dass das Modell adäquat das jeweilige Geschäft abbildet. Der einheitliche und pragmatische Modellansatz ermöglichte, auf zeit- und kostenintensive Diskussionen mit dem operativen Geschäft bzgl. einzelner Sonderfälle zu verzichten.

Für die einheitliche und systematische Analyse des Geschäfts wurde für den Mandanten ein Coreteam von vier Personen für die Modellentwicklung, Informationsaufnahme und Durchführung der Berechnungen zusammengestellt. Für die Erstellung der Datenbankstudien zu vergleichbaren Lizenzvereinbarungen zwischen unabhängigen Dritten und der Dokumentation wurde das Coreteam um weitere Analysten entsprechend erweitert.

Die Dokumentation unserer Analyse erfolgte im Rahmen eines Masterfiles, welches durch individuelle Anhänge für die verschiedenen Technologien erweitert wurde. Dieses Dokumentierungskonzept hat den Vorteil, dass es eine individuelle Zusammenstellung für jedes Land ermöglicht und eine unkomplizierte Aktualisierung für die Zukunft erlaubt.

Im Ergebnis konnte das Projekt innerhalb der 8 Monate erfolgreich durchgeführt werden, es wurden Bandbreiten von marktüblichen Lizenzsätzen von über 25 Technologiearten bestimmt, und der Konzern kann in Zukunft einen potenziellen Steuervorteil von ca. 100 MUSD realisieren.

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Letzte Aktualisierung: 06 Mai 2008
Quelle: Deloitte & Touche GmbH  - Deutschland (Deutsch)

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