Betriebswirtschaftliche Fragestellungen spielen für leitende Ärzte und Pflegekräfte seit Jahren in zunehmendem Maße eine zentrale Rolle. Führungsaufgaben können nur jene wahrnehmen, die sich von berufsgruppenfokussiertem Denken gelöst haben und das Unternehmen als Ganzes - den Therapieprozess am Patienten als Ganzes betrachten und managen.
Michael Wollert, Partner unseres Hauses ist zuständig für unseren Bereich Gesundheitswesen. Auf dem größten internationalen Kongress für Intensivmedizin, dem 16. Symposium für Intensivmedizin + Intensivpflege in Bremen fasste er im Rahmen eines Vortragszyklus "Woran erkennt man ein gutes Krankenhaus" die entscheidenden Werttreiber in Krankenhausunternehmen zusammen. Er unterscheidet -ähnlich wie Kreditinstitute beim Rating von Krankenhäusern- so genannte Hard Facts von Soft Facts. Als Wirtschaftsprüfer konzentriert er sich dabei auf eindeutig messbare Bewertungskriterien: Nur was sich messen lässt, kann man auch steuern.
Die anschließende Diskussion zeigte, unterlegt von zahlreichen Beispielen aus der täglichen Praxis der Zuhörer, dass sich die hier vorgetragenen Bewertungskriterien sehr vielseitig in der täglichen Aufgabe von Führungskräften einsetzen lassen und eine hohe Bedeutung für z.B. für Zielvereinbarungen oder auch bei der Formulierung von strategischen Unternehmens- oder Bereichszielen gewinnen. Schließlich stellte Herr Wollert die Struktur eine "Due Diligence" bei Krankenhäusern vor. Solche Untersuchungen werden z.B. im Vorfeld einer Bewertung von Krankenhäusern durchgeführt. Er zeigte damit klar den Zusammenhang zwischen erfolgreichen Führungsstrukturen und dem Unternehmenswert eines Krankenhauses auf.
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