Deloitte & Touche GmbH   Deloitte & Touche GmbH
 
Annual Review of Football Finance 2008
Annual Review of Football Finance

Der europäische Fußballmarkt verbessert sich mit einem weiteren Umsatzplus von einer Milliarde Euro auf 13,6 Mrd. Euro Gesamteinnahmen. Dabei erhöhte sich der Umsatz der „Big Five“-Ligen um 0,4 Mrd. Euro. Mit einem beeindruckenden Anstieg bei den Einnahmequellen Spieltag und sonstigen Einnahmen festigt die englische Premier League in der Saison 2006/07 mit 2,3 Mrd. Euro Umsatz ihre Stellung als umsatzstärkste Fußballliga der Welt. Der Vorsprung der Premier League gegenüber den anderen Ligen wird sich aufgrund des neu abgeschlossenen TV-Vertrages in der Saison 2007/08 auf rund eine Milliarde Euro ausweiten.

 

Die englische Premier League stellte sowohl in der Saison 2006/07 als auch 2007/08 drei der vier Halbfinalisten in der UEFA Champions League und jede Saison seit Liverpools Erfolg 2004/05 mindestens einen Finalisten. Trotz der lukrativen Zahlungen aus der Champions League belegte die höchste englische Spielklasse nur den zweiten Platz in punkto Betriebsgewinn und wurde erstmals seit Beginn unserer Analyse von der Bundesliga an der Spitzenposition der profitabelsten Ligen Europas abgelöst.

  • Der europäische Fußballmarkt erwirtschaftete 2006/2007 Gesamteinnahmen in Höhe von 13,6 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Wachstum von einer Milliarde Euro im Vergleich zur Vorsaison. 
  • Die europäischen „Big Five“-Ligen – Deutschland, England, Frankreich, Italien und Spanien – erwirtschafteten 2006/07 erstmalig Gesamteinnahmen über sieben Milliarden Euro, was eine Steigerung im Vergleich zur Vorsaison um 402 Mio. Euro (6%) auf 7,1 Mrd. Euro bedeutet. Dieser Anstieg konnte trotz eines Einnahmenrückgangs in der italienischen Serie A in Höhe von 236 Mio. Euro bewerkstelligt werden, welcher hauptsächlich in dem Zwangsabstieg von Juventus Turin in die Serie B begründet lag. Die Gesamteinnahmen der anderen vier „Big Five“-Ligen stiegen hingegen in 2006/07 um 638 Mio. Euro, was einem Wachstum von 12 Prozent entspricht. 
  • Die Gesamteinnahmen der Clubs in der englischen Premier League beliefen sich in 2006/07 auf 2,3 Mrd. Euro, was im Vergleich zur Vorsaison einem Wachstum von 11 Prozent entspricht. Die Gesamteinnahmen der Premier League waren um 0,9 Mrd. Euro und damit um 65 Prozent höher als die ihres stärksten Herausforderers, der deutschen Bundesliga mit 1,4 Mrd. Euro. Erstmalig seit der Spielzeit 2001/02 vermeldete die Premier League unter allen „Big Five“-Ligen die höchsten Umsätze in jeder der drei Einnahmequellen – Spieltag, TV und sonstigen Einnahmen. 
  • Die deutsche Bundesliga und die spanische Primera Division konnten das höchste prozentuale Umsatzwachstum mit jeweils 15 Prozent erreichen, was ihnen dazu verhalf, die italienische Serie A in der Saison 2006/07 zu überholen. Mit der Rückkehr von Juventus Turin in die Serie A zur Saison 2007/08 darf im nächsten Jahr ein enges Rennen um den zweiten Platz hinter der englischen Premier League erwartet werden. 
  • In vier der europäischen „Big Five“-Ligen bewegte sich 2006/07 das Verhältnis von Gehaltskosten zu Umsatz in der relativ engen Spanne zwischen 62 Prozent und 64 Prozent; mit Ausnahme der deutschen Bundesliga, die ein weitaus niedrigeres Verhältnis von 45 Prozent aufweist. Trotz eines Einnahmenanstiegs um 184 Mio. Euro stiegen die Lohn- und Gehaltskosten in der Bundesliga lediglich um 12 Mio. Euro, was im Vergleich zum allgemeinen Trend einen Sonderfall darstellt, da hier eine Einnahmensteigerung historisch gesehen auch mit einer entsprechenden Steigerung der Lohn- und Gehaltskosten einherging. 
  • Die Lohn- und Gehaltskosten der „Big Five“-Ligen sind in 2006/07 um 260 Mio. Euro gestiegen, was einem Wachstum von sieben Prozent entspricht. Diese Entwicklung wurde hauptsächlich von einem Anstieg der Lohn- und Gehaltskosten in der englischen Premier League von 171 Mio. Euro, also 13 Prozent, auf 1,4 Mrd. Euro getrieben. Die Löhne und Gehälter in der englischen Premier League waren damit um 0,6 Mrd. Euro, also 75 Prozent, höher als in der spanischen Primera Division mit Lohn- und Gehaltskosten von insgesamt 0,8 Mrd. Euro und mindestens doppelt so hoch wie die der anderen „Big Five“-Ligen. 
  • Erstmalig seit Beginn der Analyse wurde unter den „Big Five“-Ligen die englische Premier League in punkto Betriebsgewinnen von ihrem Thron gestoßen. Mit einer beeindruckenden Steigerung in 2006/07 um 168 Mio. Euro auf 250 Mio. Euro, was einem Wachstum von 206 Prozent entspricht, hat die deutsche Bundesliga 109 Mio. Euro mehr als die Premier League mit 141 Mio. Euro, an Betriebsgewinn generiert. Aus diesem Grund fällt die Umsatzrendite der deutschen Bundesligaclubs mit 18 Prozent auch dreimal so hoch aus, wie die der Premier League Clubs mit sechs Prozent. 
  • Die Verbesserung der Profitabilität der Bundesligaclubs ging bisher noch nicht mit Erfolg „auf dem Rasen“ einher. Während der fünf Spielzeiten von 2003/04 bis 2007/08 hat kein Bundesligaclub das Halbfinale der UEFA Champions League erreicht, ganz im Gegenteil zu den Premier League-Clubs, die sowohl in der Saison 2006/07 als auch in der Saison 2007/08 jeweils drei Halbfinalisten und zudem noch seit Liverpools Champions League-Erfolg 2004/2005 mindestens einen Finalisten stellten.

Die deutsche Kurzfassung erhalten Sie über Maike Niemann, die englische Ausgabe können Sie online bestellen.

Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen zu diesem Thema
 
Letzte Aktualisierung: 18 Juni 2008
Quelle: Deloitte & Touche GmbH  - Deutschland (Deutsch)

Seite drucken    An eine/n Bekannten versenden
     

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu, einen Verein schweizerischen Rechts, und/oder sein Netzwerk von Mitgliedsunternehmen. Jedes dieser Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig. Eine detaillierte Beschreibung der rechtlichen Struktur von Deloitte Touche Tohmatsu und seiner Mitgliedsunternehmen finden Sie auf www.deloitte.com/de/UeberUns. 
© 2008 Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

 

Deloitte RSS News Feed